die nordreportage: Kleine Raupe, große Gefahr

die nordreportage: Kleine Raupe, große Gefahr  S B
Film von Johann Ahrends und Nora Stoewer Redaktion: Susanne Wachhaus
Eine kleine Raupe gefährdet in Norddeutschland Eichenbestände und auch die Gesundheit der Bürger. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich von Osten aus kommend immer weiter aus. Er frisst sich an den Eichenblättern satt und gefährdet durch
jkl Mittwoch | 2. August 2017 | Programmwoche | 31
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seine giftigen Brennhaare vor allem Kinder. Gemeinden, Förster und Forscher geben alles, um die Eichen und die Bevölkerung vor dem Eichenprozessionsspinner zu schützen.
Es ist Mitte Mai. In einer kleinen Gemeinde bei Wolfsburg sind Schädlingsbekämpfer im Einsatz. Sie sollen die fast 250 Eichen der Gemeinde Rühen vorsorglich gegen den Eichenprozessionsspinner besprühen. Im Vorjahr hatte hier fast jeder Einwohner unter Hautausschlägen oder sogar  Atemproblemen durch die Brennhaare der kleinen Raupe zu leiden. Beim Tennisverein laufen die kleinen Tiere über das Spielfeld, auf dem Sportplatz kann der Platzwart kaum noch arbeiten, beim Kinderarzt ist das Wartezimmer überfüllt. Eltern wissen kaum noch, wo ihre Kinder draußen spielen können. Überall hat sich die Raupe ausgebreitet.
Karl Urban, der Bürgermeister von Rühen, hat den Einwohnern versprochen, gegen den gefährlichen Schädling vorzugehen. Doch er weiß selbst, wie schwierig es ist, die Bestände des Nachtfalters einzudämmen. Im Juni, wenn die Raupe sich zum gefährlichen Schädling entwickelt hat, wird er sehen, ob sein Einsatz Erfolg hatte.
Auch im benachbarten Wald bei Danndorf dreht sich alles um den Eichenprozessionsspinner. Hier ist das Revier von Förster Klaus-Peter Deeken. Seit Jahren fressen die Raupen die Blätter von den Eichen. Im voherigen Jahr gab es das erste Mal an vielen Bäumen Kahlfraß. Kein grünes Eichenblatt hing mehr an den Ästen. Gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt will der Förster nun herausfinden, wie man die Raupe bekämpfen und die Eichen retten kann.
Die Forscher suchen im Wald und im Labor nach umweltverträglichen Methoden, um den Raupenbestand effektiv zu dezimieren. Klaus-Peter Deeken fährt währenddessen an die Elbe. Dort findet die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft statt. Mit einem Hubschrauber wird ein toxisches Mittel auf den Eichenwald gesprüht. Der Förster hofft, hier Ideen und Lösungen zu finden, die auch seinem Wald helfen können.
„die nordreportage“ begleitet Förster, Forscher und die Bürger der Gemeinde Rühen beim Einsatz gegen die kleine, gefährliche Raupe.


Datum/Zeit
Datum - 02.08.2017
Uhrzeit - 11:30 - 12:00


Sender:
NDR Fernsehen
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