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Die Retterin im Kuhstall – Betriebshelferin Chiara hilft Bauern in Not

Die Retterin im Kuhstall – Betriebshelferin Chiara hilft Bauern in Not

Folge 205
Chiara, Betriebshelferin des Maschinenrings Tettnang, bei der Stallarbeit. – Bild: SWR/​Timo Jaworr
Chiara, Betriebshelferin des Maschinenrings Tettnang, bei der Stallarbeit.

Wenn die Bäuerin sich ein Bein bricht ist oder der Bauer mit Burnout in die Klinik muss, ist Chiara oft die letzte Rettung für den Hof. Die Betriebshelferin übernimmt dann die Stall- und Feldarbeit. Ein Knochen-Job und eine große Verantwortung für die 21-Jährige, die gerade erst ihre Lehre als Landwirtin abgeschlossen hat. Sie sagt: „Du weißt, wenn ich jetzt morgens nicht aufstehe, dann ist keiner da“. Dass eine junge Frau auch so körperlich schwere landwirtschaftliche Arbeit macht – viele Bäuerinnen und Bauern wollen das zunächst nicht glauben. Chiara muss sich auf den Höfen beweisen und gegen Vorurteile ankämpfen, erzählt Josef Nuber. Er ist ihr Chef und koordiniert für den Maschinenring Tettnang die Einsätze der Betriebshelfer*innen. Chiara weiß vorher meist nicht, was sie auf den Höfen erwartet. Die Herausforderungen in ihrem Arbeitsalltag sind groß: Sie sorgt in schwindelerregender Höhe dafür, dass der Hopfen wachsen kann. Sie besamt Kühe, „da sollte nichts schiefgehen“, erzählt sie und lacht. Wenn eine Kuh ihr Kälbchen nicht allein gebären kann, packt sie mit voller Kraft mit an. Aufgeben? Keine Option. Sie muss den Hof am Laufen halten. Außerdem studiert Chiara n der Uni München im zweiten Semester Tiermedizin. Weil alles wegen Corona nur online stattfindet, wohnt sie weiterhin zu Hause und versucht, Studium und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Das funktioniert nicht immer. Ab und zu muss sie schnell von der Arbeit nach Hause und lernen. Wird sie die wichtigen Prüfungen am Semesterende schaffen? Trotz der Arbeit als Betriebshelferin? Nicht nur Chiara steht unter Druck – auf den Höfen erlebt sie auch, wie schwierig die wirtschaftliche Situation der Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland ist. Manche geben auf, andere geben Tiere ab oder stellen den Betrieb um. Auch dabei ist Chiara gefordert: Einen der Landwirte unterstützt sie dabei, eine Kuh zu verkaufen. Bei den Vorbereitungen geht nicht alles glatt – wird sie für die Kuh trotzdem einen Käufer oder eine Käuferin finden? Chiara liebt ihren Job und ist mit Leidenschaft trotz aller Widrigkeiten dabei. Mit ihrem Einsatz für die Landwirtinnen und Landwirte und ihre Höfe in der Region rund um Tettnang und den Bodensee will sie dazu beitragen, dass die Landwirtschaft hier eine Zukunft hat. „Ich liebe, was ich tue“, versichert sie. Kurztext: Wenn die Bäuerin sich ein Bein bricht ist oder der Bauer mit Burnout in die Klinik muss, ist Chiara oft die letzte Rettung für den Hof. Die Betriebshelferin übernimmt dann die Stall- und Feldarbeit. Ein Knochenjob und eine große Verantwortung für die 21-Jährige, die gerade erst ihre Lehre als Landwirtin abgeschlossen hat. Chiara liebt ihren Job und ist mit Leidenschaft trotz aller Widrigkeiten dabei. Mit ihrem Einsatz für die Landwirtinnen und Landwirte und ihre Höfe in der Region rund um Tettnang und den Bodensee will sie dazu beitragen, dass die Landwirtschaft hier eine Zukunft hat. (Text: SWR)


Datum/Zeit
Datum - 16.08.2021
Uhrzeit - 18:15 - 18:45


Sender:
SWR Fernsehen
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