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Die Welt der Düfte  Rosen – Von der Côte d’Azur und aus Bulgarien

  • Die Welt der Düfte  Rosen – Von der Côte d’Azur und aus Bulgarien | arte
  • Die Rose, „Königin der Blumen und Blume der Königinnen“, wird von der französischen Parfümerie seit jeher in rauen Mengen verwendet. Im Laufe des 20. Jahrhunderts verschwand sie jedoch beinahe aus ihrem traditionellen Anbaugebiet, dem bergigen Hinterland der Côte d’Azur. In Grasse arbeiten nun Züchter, Verarbeiter und Parfümeure Hand in Hand, um die Felder der „Rosa centifolia“ wieder aufblühen zu lassen. Gleichzeitig ist in Bulgarien eine andere Parfümrose groß im Kommen. Sie heißt „Rosa damascena“ und ist für Bulgaren so etwas wie ein Wahrzeichen. Ist der europäische Rosenkrieg noch zu verhindern?

    Die gut 300 Meter über dem Mittelmeer gelegene Stadt Grasse gilt heutzutage als „Welthauptstadt des Parfüms“. Schon gegen Ende des Mittelalters fing die ehemalige Gerber-Stadt an, sich auf die Herstellung von Düften zu spezialisieren. Mit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts wurde sie dann regelrecht zur Duftfabrik der Welt. Rund um die Stadt entstanden immer mehr Betriebe, die neben Gemüse eben auch Blumen anbauten, welche lange Zeit aus dieser mediterranen Landschaft nicht wegzudenken waren. Selbst kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war Grasse noch umgeben von Feldern voller Jasmin, Lilien, Veilchen, Iris, Rosen und Tuberosen. Nach und nach mussten diese jedoch den immer schneller wachsenden Städten der Côte d’Azur weichen.

    Mittlerweile bauen nur noch gut 30 kleinere Erzeuger die auch als Provence-Rose bekannte Rosa centifolia an, die wohl symbolträchtigste Blume der Region. Als Hüter eines vom Aussterben bedrohten Kulturerbes werden die Produzenten zwar mittlerweile von der gesamten Branche unterstützt, können die steigende Nachfrage jedoch kaum decken. Die größten Rosenfelder der Welt liegen stattdessen nun in Zentral-Bulgarien, wo sie die Hänge des Balkangebirges in ein riesiges, farbenfrohes Mosaik verwandeln.

    Die ursprünglich von den Ottomanen nach Bulgarien gebrachte Damaszener-Rose wurde im Laufe der Zeit zu einem der Wahrzeichen des Landes. Auch das bulgarische „Rosental“ hat somit schon eine lange Tradition. Nachdem die bulgarische Produktion dann jedoch gut 50 Jahre lang durch den Eisernen Vorhang vom Rest der Welt abgeschnitten war, entdecken nun die westlichen Parfümeure voller Begeisterung den Zauber dieser Rose wieder. Kasanlak, das bulgarische Pendant zu Grasse, richtet dafür jährlich sein berühmtes Rosenfestival aus, das Gäste aus der ganzen Welt anlockt. Auch Thierry Wasser, die charismatische „Nase“ von Guerlain, reist jedes Jahr von Grasse nach Kasanlak, um vor Ort die besten Zutaten für seine nächsten Kreationen auszusuchen. Unter seiner Anleitung kann man so eine der berühmtesten und wohl poetischsten Blumen neu entdecken.
    Die gut 300 Meter über dem Mittelmeer gelegene Stadt Grasse gilt heutzutage als „Welthauptstadt des Parfüms“. Schon gegen Ende des Mittelalters fing die ehemalige Gerber-Stadt an, sich auf die Herstellung von Düften zu spezialisieren. Mit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts wurde sie dann regelrecht zur Duftfabrik der Welt. Rund um die Stadt entstanden immer mehr Betriebe, die neben Gemüse eben auch Blumen anbauten, welche lange Zeit aus dieser mediterranen Landschaft nicht wegzudenken waren. Selbst kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war Grasse noch umgeben von Feldern voller Jasmin, Lilien, Veilchen, Iris, Rosen und Tuberosen. Nach und nach mussten diese jedoch den immer schneller wachsenden Städten der Côte d’Azur weichen.

    Mittlerweile bauen nur noch gut 30 kleinere Erzeuger die auch als Provence-Rose bekannte Rosa centifolia an, die wohl symbolträchtigste Blume der Region. Als Hüter eines vom Aussterben bedrohten Kulturerbes werden die Produzenten zwar mittlerweile von der gesamten Branche unterstützt, können die steigende Nachfrage jedoch kaum decken. Die größten Rosenfelder der Welt liegen stattdessen nun in Zentral-Bulgarien, wo sie die Hänge des Balkangebirges in ein riesiges, farbenfrohes Mosaik verwandeln.

    Die ursprünglich von den Ottomanen nach Bulgarien gebrachte Damaszener-Rose wurde im Laufe der Zeit zu einem der Wahrzeichen des Landes. Auch das bulgarische „Rosental“ hat somit schon eine lange Tradition. Nachdem die bulgarische Produktion dann jedoch gut 50 Jahre lang durch den Eisernen Vorhang vom Rest der Welt abgeschnitten war, entdecken nun die westlichen Parfümeure voller Begeisterung den Zauber dieser Rose wieder. Kasanlak, das bulgarische Pendant zu Grasse, richtet dafür jährlich sein berühmtes Rosenfestival aus, das Gäste aus der ganzen Welt anlockt. Auch Thierry Wasser, die charismatische „Nase“ von Guerlain, reist jedes Jahr von Gra

    sse nach Kasanlak, um vor Ort die besten Zutaten für seine nächsten Kreationen auszusuchen. Unter seiner Anleitung kann man so eine der berühmtesten und wohl poetischsten Blumen neu entdecken.


Datum/Zeit
Datum - 14.10.2021
Uhrzeit - 16:10 - 16:55


Sender:
Arte Fernsehen
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