Gift im Honig, tote Bienen Rumänische Imker schlagen Alarm
Gift im Honig, tote Bienen Rumänische Imker schlagen Alarm | PHOENIX

Als Hauptgrund für das Bienensterben gilt die Varroa-Milbe. Dass Pflanzenschutzmittel ihren Anteil daran haben, war lange umstritten. Doch Studien belegen das mittlerweile eindeutig. Die EU hat reagiert und drei Neonicotinoide verboten. Können die Imker jetzt aufatmen? Leider nein. Denn die EU hat das Schlupfloch der Ausnahmegenehmigung gelassen. Und das wird von einigen Ländern fleißig genutzt … Rumänien ist traditionell ein Imker-Land:  Es ist berühmt für seinen qualitativ herausragenden Honig. Zum einen sucht die Artenvielfalt in dieser einmaligen Kulturlandschaft in ganz Europa ihresgleichen. Zum ander

en werden hier dank der kleinbäuerlichen Struktur Pestizide nicht so massiv eingesetzt. Noch. Denn Rumänien ist ein aufstrebendes Agrarland: Die Landwirtschaft wird immer intensiver, die Agrarindustrie hält Einzug, der Fortschritt verspricht Geld und den lang ersehnten Anschluss an den Westen. Die akut Leidtragenden sind die Imker und ihre Bienen: Die Honigsammler sterben in dramatischem Umfang. Selbst Bio-Honig ist nicht schadstofffrei. Das Bienensterben ist nicht das einzige Problem der rumänischen Imker: Auch in ihrem Honig finden sich Rückstände der Pflanzenschutzmittel. Denn die Bienen finden mittlerweile kaum mehr unbelastete Pollen.  So besagt sogar das Produktsiegel „Bio“ beim Honig nur, dass der Imker seine Bienen im Bienenstock nicht mit Chemikalien behandelt. Das heißt für den Verbraucher: Auch wer Bio kauft, muss mit kontaminiertem Honig rechnen. Der Großteil von dem, was rumänische Bienen eintragen, geht übrigens in den Export, meist nach Frankreich und Deutschland. Von Grenzwerten und Belastung – Doch nicht nur rumänischer Honig ist betroffen: Alleine in Deutschland sind 1.400 Pestizide zugelassen, die Landwirte oder auch Hobby-Gärtner nutzen. Eine Schweizer Studie hat letztes Jahr bewiesen, dass 75 Prozent aller Honige weltweit mit Neonicotinoiden belastet sind. Natürlich gibt es Grenzwerte für die verschiedenen Pflanzenschutzmittel, die jedoch nicht unumstritten sind. Wenn diese überschritten werden, geht der Honig in die Müllverbrennung – er darf nicht in den Handel. Pestizide auch im Wachs – Eines wurde bislang wenig beachtet: Die Pestizide finden sich auch im Wachs im Bienenstock. Die Bienen tragen Schadstoffe wie Glyphosat oder Neonicotinoide mit den Pollen und dem Nektar in ihr Zuhause. Wissenschaftler haben den Verdacht, dass gerade das die Völker nachhaltig schwächt. Was für Imker zunächst vor allem ein finanzieller Verlust ist, kann für das Ökosystem in der Katastrophe enden. Schließlich spielen Bienen und andere Insekten eine wichtige Rolle – als Bestäuber. Auswirkungen auf den Menschen – Von den Neonicotinoiden ist bekannt, dass sie in das Nervensystem von Insekten eingreifen, was sie orientierungslos macht. Wie sich Neonics auf Menschen auswirken, ist noch wenig erforscht.


Datum/Zeit
Datum - 21.03.2019
Uhrzeit - 21:00 - 21:45


Sender:
Phoenix Fernsehen
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