Hofgeschichten

Stolpe in Schleswig-Holstein: Matthias Stührwoldt stellt sich mit seiner Frau und den fünf Kindern den Herausforderungen eines Biomilchviehbetriebs mit etwa 100 überwiegend Schwarzbunten Kühen. Seine zweite große Leidenschaft ist es, in Büchern und auf der Bühne von seinem Leben als Landwirt zu erzählen. Damit bringt er regelmäßig sein Publikum zum Lachen.
Uptloh in Niedersachsen: Hof Bröring ist ein Viergenerationenbetrieb im Landkreis Cloppenburg. 400 Sauen und 2.000 Ferkel, dazu rund 55.000 Hähnchen und Ackerbau, gearbeitet wird auf dem konventionellen Hof seit 1845. Sohn Hendrik (30) trägt die Hauptverantwortung für den Sauenstall und die Hähnchenmast. Vater Gerd kümmert sich um die Schweinemast und die Ferkelaufzucht, Mutter Monika ist für den sogenannten Abferkelbereich zuständig. „Ich bin stolz darauf, wie sich unser Hof entwickelt hat. Die Leistungen im Sauenstall sind hoch“, sagt Hendrik. Trotzdem macht ihm das Image seines Berufes auch zu schaffen. „Anscheinend wissen 80 Millionen Deutsche besser, wie ich meine Arbeit zu machen habe“, so der Junglandwirt. Niedrige Fleischpreise, Kastrations- und Schwanzkupierverbot bei Ferkeln stellen den Betrieb derzeit vor große Herausforderungen.
Insel Öhe in Mecklenburg-Vorpommern: Mathias Schilling ist Rinderbauer auf der idyllischen Privatinsel. Wie viele Landwirte muss er auf mehrere Standbeine setzen. Von der Haltung seiner 200 Rinder der Rassen Blonde d`Aquitaine und Limousin allein, kann der Landwirt seinen Betrieb nicht halten. Also pendelt er zwischen Weide, dem eigenen Restaurant und den Gästen seiner Ferienwohnungen in Schaprode.
Altes Land in Hamburg: Birgit Mählmann ist Obstbäuerin, ihr Hof mit reetgedecktem Bauernhaus ist seit 1779 in Familienbesitz. Die 18 Hektar Land bewirtschaftet Birgit Mählmann nach den hohen Qualitätsansprüchen des Demeterstandards. Sie setzt hauptsächlich auf Äpfel, aber auch auf Süßkirschen, Pflaumen, Rhabarber, Erdbeeren und Johannisbeeren, die sie auch auf Hamburger Wochenmärkten verkauft.
Seevetal in Niedersachsen: 20 Jahre lang war Günter Garbers Wanderschäfer und zog mit 1.000 Schafen durch die Lüneburger Heide. Er lebte von der Schlachtung und vom Fleischverkauf. Dann kam die Wende: Er beschloss, keine Tiere mehr zu töten. Auch heute noch kämpft er oft auch mit unkonventionellen Rettungsmethoden für das Leben von Nutztieren. Sein Ziel: Immer mehr Menschen zum Umdenken zu bewegen.
Im Norden gibt es zwar noch viele Bauernhöfe. Doch ihre Anzahl ist rückläufig. Wachsen oder weichen? Weiter konventionell arbeiten oder auf Bio umsteigen? In einen Hofladen investieren? Die „Hofgeschichten“ dokumentieren diese Veränderungsprozesse und geben ihnen in dieser Reihe mehr Raum. So ergibt sich beispielhaft ein spannender Blick hinter die Kulissen eines großen norddeutschen und für die Gesellschaft wichtigen Wirtschaftszweiges.


Datum/Zeit
Datum - 05.04.2019
Uhrzeit - 18:15 - 18:45


Sender:
NDR Fernsehen
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