Gülleausbringung auf Grünland von Helge Blankemeyer.
Bild: NDR/Herbert Kordes
Für den jungen Landwirt Helge Blankemeyer aus dem Landkreis Oldenburg ist Gülle kein Abfall, sondern wertvoller Dünger. Sie versorgt die Pflanzen auf seinen Feldern mit Nährstoffen und ist Teil ein
Sauerstoff.Und was in der Nordsee schon kritisch ist, führt in der Ostsee zu toten Zonen, in denen kein Fisch mehr schwimmt. Anne Hamester von Greenpeace beobachtet die Folgen der Nährstoffbelastung in Flüssen und Meeren: „Immer, wenn zu viel Gülle oder andere Düngemittel auf dem Feld landen, sickert dieser überschüssige Dünger in die Gewässer und landet teils im Grundwasser, teils in Seen, aber auch von den Flüssen dann im Meer und hier in der Ostsee“, sagt sie. Die bestehenden Düngeregeln hält sie für nicht streng genug. Die Wissenschaft ist in ihren Augen viel weiter.Weniger Dünger müsse nicht weniger Ertrag bedeuten, sagt sie. Wirtschaftliche Zwänge hier – Gefahren für Mensch und Tiere dort: wie lässt sich dieser Konflikt lösen? Lässt er sich überhaupt lösen? Und was passiert, wenn der Landwirt und die Umweltschützerin aufeinandertreffen? Die „NDR Story“ betrachtet beide Seiten: Sie bringt den Landwirt und die Umweltaktivistin zusammen. Helge und Anne begegnen sich auf dem Hof, streiten über Grenzwerte, Düngevorgaben und Verantwortung und suchen trotz gegensätzlicher Positionen nach Lösungen.Wie groß ist das Verständnis der beiden Seiten für die Nöte des anderen? Und: Was muss passieren, damit am Ende beiden geholfen ist – dem Landwirt und der Umwelt? Ein Film über einen Stoff, der auf dem Acker landet und dessen schädliche Wirkungen viele Kilometer entfernt in der See sichtbar werden; über einen Landwirt, der darum kämpft, den Hof seiner Eltern in eine sichere wirtschaftliche Zukunft zu führen und eine Umweltschützerin, die den Spagat versucht zwischen dem Verständnis für wirtschaftliche Nöte in der Landwirtschaft und dem Kampf um wirksamen Meeres- und Trinkwasserschutz. (Text: NDR)
Datum/Zeit
Datum - 09.11.2026 Uhrzeit - 22:00 - 22:45