Unsere Erdbeeren

Unsere Erdbeeren
ARD-alpha

Erdbeeren erfreuen sich im Sommer großer Beliebtheit, weswegen sie auch in Norddeutschland auf großen Flächen angebaut werden. Die Methoden unterscheiden sich dabei im Grunde zwischen konventionellen und biologischen Anbau. Begleitung mehrerer Erdbeerbauern, die unterschiedlich arbeiten.

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Norddeutschland ist ein Erdbeerland. Hier residieren große Erdbeerimperien wie der Erdbeerhof Glantz. Hier probieren Biobauern einen Anbau, der die Umwelt noch mehr schont. Und das inmitten neuer Herausforderungen: Durch die Veränderung des Klimas wird das Wetter immer unkalkulierbarer. Und es fehlen zunehmend Erntehelfer. Was bedeutet das für diese Saison? Die Dokumentation begleitet konventionelle Anbieter und Biobauern aus dem Norden.
Der Film blickt hinter die Kulissen des Erdbeergeschäfts, verfolgt den Weg der Erdbeere vom Setzling bis zur Ernte.
Die Erdbeersaison war früher nur vier Wochen lang. Inzwischen dehnen die Obstbauern die Saison auf vier Monate aus. Im Norden beginnt die Ernte in der Regel Mitte Mai und endet im September. Die Erdbeeren müssen immer widerstandsfähiger werden, zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt reif sein und eine vorher exakt definierte Größe erreichen.
2018 wurden in Deutschland auf 17.700 Hektar über 141.000 Tonnen Erdbeeren geerntet. Fast 48.000 Tonnen entfielen dabei auf die Bundesländer im Norden: Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Drei bis vier Kilogramm Erdbeeren verspeist jeder Deutsche jährlich.
Über diese Zahl kann Markus Staden nur müde lächeln. Er isst jedes Jahr das Zehnfache: Der Firmeninhaber von Beerenzüchter Kraege ist Deutschlands größter Erdbeerzüchter und einer der größten Anbieter von Erdbeerpflanzen in Europa. „Jedes Jahr gehen hier über 100 Millionen Erdbeerpflanzen vom Hof“, erzählt Staden.
Er schätzt, dass etwa 70 Prozent der Erdbeeren in Deutschland aus seinen Züchtungen stammen. Um herauszufinden, welche Sorten in Zukunft interessant für den Markt sein könnten, baut Staden mit seinem Team derzeit über 140 Testsorten im firmeneigenen Versuchsgarten an und probiert alle Erdbeeren daraus regelmäßig. So verzehrt Staden 30 bis 40 Kilogramm Erdbeeren im Jahr und entscheidet maßgeblich mit, welche Sorten auf die Felder in Norddeutschland gelangen.
Auf dem Biohof Gut Wulksfelde bei Hamburg sind die Erdbeeren immer ein paar Wochen später reif als die der konventionellen Konkurrenz. Der Biobauer und Geschäftsführer Rolf Winter verzichtet bewusst auf den Einsatz von Pestiziden und Folientunneln. „Wir denken, dass eine Erdbeere nur dann wirklich bio sein kann, wenn der Anbau regional und möglichst umweltschonend geschieht, also ohne Gifte und mit möglichst wenig Plastik“, sagt er.
Die Erdbeersaison auf dem Gut Wulksfelde sei mit rund vier Wochen damit aber auch deutlich kürzer als die konventioneller Anbieter wie beispielsweise beim Erdbeerhof Glantz. Um erntefrische Erdbeeren über Monate hinweg verkaufen zu können, setzt Enno Glantz wie fast alle seiner Kollegen in Deutschland auf Folien und VIiesabdeckung.
So werden auf rund einem Drittel seiner Anbauflächen die Erdbeeren in Folientunneln verfrüht. Die Folien, auch Vlies genannt, am Boden schützen die Erdbeeren unter anderem vor Bodenfrost. So sind die Erdbeeren im Idealfall frei von Schädlingen und reifen deutlich schneller.


Datum/Zeit
Datum - 23.06.2020
Uhrzeit - 21:00 - 21:45


Sender:
Alpha Fernsehen
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