Wie geht das? Wenn Bäume in die Schule gehen

Wie geht das? Wenn Bäume in die Schule gehen S B

Film von Stefan Radüg

Redaktion: Susanne Wachhaus

Plötzlich stehen neue Bäume im Park, neun Meter hoch und prächtig gewachsen. Was

kaum jemand sieht: Sie haben teilweise jahrzehntelange Aufzucht und Pflege hinter sich.

Oft kommen sie aus dem Ammerland. Hier befinden sich die meisten Baumschulen des

Nordens. Das liegt am relativ beständigen Klima und einer idealen Bodenmischung aus

Sand, Kalk und Mineralien.

Die Mini-Eiche ist gerade einmal zwei Jahre alt, als sie das erste Mal umzieht, von einem

Feld auf das nächste. Von nun an macht der Baum das alle drei bis vier Jahre. Der

Fachmann nennt das „verschulen“. Bäume brauchen viel Sorgfalt und Pflege. Darum ist

die Versorgung wichtig: Dünger und Pestizide sind nur begrenzt erlaubt. Mehrmals im Jahr

kommt die Erde, in der die Bäume wachsen, ins Labor. Denn in der Baumschule sollen die

Bäume möglichst schnell wachsen. Eichen sollen zudem möglichst gerade nach oben

wachsen, weil es schöner aussieht.

Ideal geeignet sind Säuleneichen. Doch die vermehren sich nicht auf natürlichem Wege.

Dann ist eine „Operation“ nötig: Die Stämme werden aufgeschnitten und mit anderen

Baumsorten verklebt. Das muss millimetergenau geschehen, sonst droht der neue Baum

zu verfaulen.

Je größer und älter Bäume sind, umso aufwändiger ist der Versand. Bei einer großen

Eiche brauchen die Gärtner fünf Tage dafür. Wenn dabei auch nur ein Ast abbricht, nimmt

der Kunde den Baum nicht mehr ab. Kein Wunder, denn eine 30 Jahre alte Eiche kostet bis

zu 50.000 Euro.

Die Dokumentation aus der Reihe „Wie geht das?“ zeigt, was alles passiert, wenn Bäume

zur Schule gehen.

 


Datum/Zeit
Datum - 27.09.2017
Uhrzeit - 18:15 - 18:45


Sender:
NDR Fernsehen
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