Woher kommen unsere Weihnachtsbäume? – Unterwegs im Westen

Woher kommen unsere Weihnachtsbäume? – Unterwegs im Westen
Eine Reportage von Fritz Sprengart | WDR Fernsehen

Samstag, 07.12.19
16:45 – 17:15 Uhr (30 Min.)
WDR Fernsehen

„Bei uns ist das ganze Jahr Weihnachten“, sagt Eberhard Hennecke. Der Waldbauer baut in Sundern im Sauerland auf 250 Hektar Weihnachtsbäume an. Schon im Juli steht er mit sechs Saisonarbeitern in der Plantage. Die Bäume werden in Form geschnitten. „Das ist wie beim Friseur“, erklärt Hennecke. „Man schneidet an den Seiten so lange etwas ab, bis die Form so ist, wie der Kunde sie will.“
Mindestens fünf Jahre braucht es, bis ein Setzling ein perfekter Weihnachtsbaum ist. Bis dahin wird er gedüngt, frei geschnitten, in Form gehalten, mit Triebhemmer eingerieben und am Ende gefällt, verladen und ausgeliefert. „Die meisten Leute …
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„Bei uns ist das ganze Jahr Weihnachten“, sagt Eberhard Hennecke. Der Waldbauer baut in Sundern im Sauerland auf 250 Hektar Weihnachtsbäume an. Schon im Juli steht er mit sechs Saisonarbeitern in der Plantage. Die Bäume werden in Form geschnitten. „Das ist wie beim Friseur“, erklärt Hennecke. „Man schneidet an den Seiten so lange etwas ab, bis die Form so ist, wie der Kunde sie will.“
Mindestens fünf Jahre braucht es, bis ein Setzling ein perfekter Weihnachtsbaum ist. Bis dahin wird er gedüngt, frei geschnitten, in Form gehalten, mit Triebhemmer eingerieben und am Ende gefällt, verladen und ausgeliefert. „Die meisten Leute machen sich keine Vorstellung davon, wie aufwendig das ist“, sagt Hennecke.
Etwas entspannter geht es Biobauer Peter Quast in Wenden bei Olpe an. „Die Biobäume kriegen nicht so viel Dünger wie die konventionellen“, erklärt er. Dadurch wachsen sie deutlich langsamer. Etwa elf Jahre braucht ein Bio-Baum bis er reif für’s Wohnzimmer ist. „Dafür müssen wir ihn aber auch nicht mit Triebhemmer oder Top-Stop-Zange bearbeiten“, erklärt Quast.
Fast 30 Millionen Weihnachtsbäume werden jedes Jahr in Deutschland verkauft. Rund ein Drittel davon stammen aus dem Sauerland. Auf riesigen Plantagen steht hier ein Baum neben Baum in langen dichten Reihen.
Aber woher kommen die richtig großen Weihnachtsbäume – zum Beispiel der auf dem Weihnachtsmarkt vorm Kölner Dom? Die Mammutbäume werden nicht angebaut, sondern gefunden. Baumpfleger Alfons Steidl ist deshalb schon im Sommer im Auftrag der Weihnachtsmarktgesellschaft unterwegs. „Wenn mir ein Baum gefällt, steige ich aus und klingel bei den Leuten“, sagt Steidl.
In diesem Jahr ist die Wahl auf eine Fichte aus dem Privatgarten von Roswitha Poensgen in Blankenheim gefallen. Die 92-Jährige kann sich noch gut erinnern, wie der Baum vor 60 Jahren als kleiner Setzling gepflanzt wurde. Jetzt ist ein 300 Tonnen-Kran nötig, um den riesigen Baum zu fällen und auf einen Schwerlasttransporter zu heben, damit er dann vor dem Kölner Dom wieder aufgestellt werden kann.
Für die Weihnachtsbaum-Bauern im Sauerland beginnt im November ein Ernte-Marathon. 30 Saisonarbeiter sind dann bei Eberhard Hennecke im Einsatz. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fällen sie bis zu 1000 Bäume pro Tag. Das kennt auch Biobauer Peter Quast in Wenden. „Die Arbeitstage haben jetzt schon mal 17 Stunden. Das ist ganz normal.“


Datum/Zeit
Datum - 07.12.2019
Uhrzeit - 16:45 - 17:15


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