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Leben unterm Apfelbaum – Die sächsischen Obstmacher
Leben unterm Apfelbaum – Die sächsischen ObstmacherMDR FERNSEHENTIPP

Sachsen ist das drittgrößte Obstanbaugebiet Deutschlands – nach dem Alten Land bei Hamburg und der Bodenseeregion. Auf einer Fläche von knapp 4.000 Hektar reifen hier vor allem Äpfel und Kirschen, aber auch Erdbeeren, Strauchbeeren, Aprikosen und Aronia. Sie alle haben klangvolle Namen wie Edler aus Leipzig, Schöner aus Herrnhut oder Prinzessin Marianne. Der Obstbau in Sachsen blickt auf eine 800 Jahre alte Tradition zurück. Im 12. Jahrhundert pflanzten Zisterzienser erstmals Obstbäume zur Eigenversorgung an.

Sachsen ist das drittgrößte Obstanbaugebiet Deutschlands – nach dem Alten Land bei Hamburg und der Bodenseeregion. Auf einer Fläche von knapp 4.000 Hektar reifen hier vor allem Äpfel und Kirschen, aber auch Erdbeeren, Strauchbeeren, Aprikosen und Aronia. Sie alle haben klangvolle Namen wie Edler aus Leipzig, Schöner aus Herrnhut oder Prinzessin Marianne. Der Obstbau in Sachsen blickt auf eine 800 Jahre alte Tradition zurück. Im 12. Jahrhundert pflanzten Zisterzienser erstmals Obstbäume zur Eigenversorgung an. Und Kurfürst August von Sachsen verpflichtete seinerzeit jedes heiratswillige Paar dazu, zur Hochzeit mindestens zwei Obstbäume zu pflanzen. So entstanden die Streuobstwiesen und Obstalleen, die heute für den Tourismus wiederentdeckt werden.
Obstanbau ist ein Knochenjob. Das weiß auch Jan Kalbitz. In zweiter Generation leitet er einen Großbetrieb in Dürrweitzschen. „Fertig ist man nie. Abends schaut man immer nach dem Wetter des nächsten Tages: Gibt es Sonnenbrandgefahr, ist es zu heiß, ist es zu trocken? Wie sieht es aus mit Unwettergeschichten von Hagel bis Starkregen? Und am nächsten Tag geht es ganz früh in die Ernte, damit das Obst rechtzeitig beim Kunden ist.“
So geht es auch Steffen Geisler aus Meißen, der mit seiner Tochter Sandra Geisler einen kleinen Familienbetrieb aufgebaut hat. 30 Hektar mit Äpfeln, Kirschen, Aprikosen. Fast alles zur Selbstpflücke, denn Vater und Tochter setzen auf Direktvermarktung statt Supermarkt: „Wir möchten nicht auf den Handel angewiesen sein. Wenn wir früh um 8 Uhr unser Tor für die Apfelselbstpflücker öffnen, kommen Leute zum Teil mit zwei Autos aus dem Erzgebirge angereist und fahren mit 250 Kilo Äpfeln für ihr ganzes Dorf wieder nach Hause.“
Sächsisches Obst ist weit mehr als „nur“ der Apfel vom Baum, sondern auch Säfte, Obstweine, Fruchtaufstriche und Spirituosen. Wie die von Nils Prinz von Sachsen, dessen Obstbrände und Liköre aus alten Obstsorten unter der Marke „Augustus Rex“ international ausgezeichnet sind und in die ganze Welt verschickt werden. In der Wermsdorfer Chocolaterie von Olav Praetsch gibt es Erdbeertrüffel, Fruchtherzen, Kirschpralinen – alles mit sächsischen Sorten, versteht sich.
Der Film begleitet große und kleine Obstproduzenten übers Jahr hinweg: Das Drehteam ist bei der Baumpflege und Schädlingsbekämpfung dabei, redet über Hagelschäden, Pflanzenschutzmittel und den Druck, den perfekten Apfel zu ernten. Es beobachtet Selbstpflücker auf der Jagd nach den schönsten Kirschen und zeigt, warum Äpfel schwimmen müssen. Und die Zuschauerinnen und Zuschauer lernen Menschen kennen, die mit Leidenschaft und Liebe sächsisches Obst „in alle Munde“ bringen.


Datum/Zeit
Datum - 13.10.2020
Uhrzeit - 21:00 - 21:45


Sender:
MDR Fernsehen
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